Konzeption der

Evang. Kinderkrippe "Weidenkoerbchen"
91757 Treuchtlingen


Tel: 09142 / 2049196
Fax: 09142 / 2049125
E-Mail:
leitung@kinderkrippe-weidenkoerbchen.de

* klein rein kommen   –   groß raus kommen *

INHALTSVERZEICHNIS

  1. Vorwort
  2. Träger
  3. Öffnungszeiten
  4. Personal
  5. Leitbild
  6. Räumlichkeiten
  7. Gruppen
  8. Das Kind - die Persönlichkeit
  9. Eingewöhnungszeit
  10. Tagesablauf
  11. Planung
  12. Pflege und Sauberkeitserziehung
  13. Elternarbeit
  14. Elternbeirat
  15. Pädagogische Zielsetzung und Umsetzung
  16. Basiskompetenzen
  17. Definition
  18. Selbstwahrnehmung
  19. Motivationale Kompetenz
  20. Kognitive Kompetenzen
  21. Physische Kompetenz
  22. Soziale Kompetenzen
  23. Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen
  24. Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
  25. Fähigkeiten und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
  26. Resilienz
  27. Lernmethodische Kompetenzen - Lernen wie man lernt
  28. Bildung in der Kinderkrippe?
  29. Mathematische Bildung und Förderung
  30. Naturwissenschaftliche und technische Bildung
  31. ethische und religiöse Bildung
  32. Umweltbildung und Erziehung
  33. Musikalische Bildung und Erziehung
  34. Bewegungserziehung
  35. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
  36. Gesundheitserziehung
  37. Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte
  38. Sprache und Literacy
  39. Informations- und Kommunikationstechnik, Medien
  40. Offene Arbeit
  41. Übergang Krippe - Kindergarten
  42. Ernährung
  43. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
  44. Teamarbeit
  45. Aufnahmekriterien
  46. Anmeldeverfahren
  47. Schließzeiten
  48. Krankheits- und Fehlzeiten
  49. Öffentlichkeitsarbeit
 

2. Träger

Evang.-luth. Kirchengemeinde Treuchtlingen
Pfarrer Andreas Heindl
Hauptstraße 50
91757 Treuchtlingen

3. Öffnungszeiten

Montags bis Freitags
07.00 Uhr – 16.00 Uhr

4. Personal

Krippenleitung:  

Stefanie Rosenwirth (kommissarische Leitung)

Erzieherinnen:  

Gertrud Wagner

Kinderpflegerinnen:  

Sigrid Altmann, Nadine Wiesbeck (AD)

Praktikanten/innen:  

Lena Lietz, Sarah Dick  

Hausmeister:

Udo Schultheiß

Reinigungsfachkraft:  

Irmgard Otter

5. Leitbild

Die Kinderkrippe - Am Schulhof 1 ( neue Adresse ab November2013 = Schlesierstrasse 3 ) * 91757 Treuchtlingen - steht in evangelischer Verantwortung.
Zum menschlichen Leben gehört die religiöse Dimension.
Ohne die Frage nach dem, was unser Leben hält und trägt, verarmt Leben, verliert es Orientierung und Mitte. Bildung, Erziehung und Betreuung in evangelischer Verantwortung achtet deshalb darauf, dass religiöse Bezüge zum Ausdruck kommen können und jeweils im Sinne wachsender Mündigkeit der Kinder praktiziert werden.
Sie wird getragen durch die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Treuchtlingen. Die Kirchengemeinde tritt ein für das Leben. Sie bietet Orientierung und erschließt Lebensmöglichkeiten. In ihr findet Glaube Gestalt und wird Gemeinschaft erfahrbar. Diese Grunddimensionen gelten von Anfang an, auch und im Besonderen für Kinder. Deshalb ist es ein Grundanliegen der Kirchengemeinde die Trägerschaft einer Kinderkrippe zu übernehmen.
Die Kirchengemeinde trägt somit die Sorge, Kinder zu bilden, zu erziehen und zu betreuen.
Die Kinder sollen im Zusammenwirken aller Beteiligten in der Kinderkrippe Gelegenheit haben, in der christlichen Überlieferung die Impulse zu entdecken, die sie zu einem Leben als Ebenbild Gottes ermutigen.
Sie sollen in diesem Sinne mit Geschichten, Symbolen, Festen und anderen Vollzügen des christlichen Glaubens vertraut werden. Es ist deshalb drauf zu achten, dass Raum für eine Beziehung zu Gott im Sinne der christlich- biblischen Überlieferung gegeben wird. Dabei ist die religiöse Erziehung kein vom Erziehungsgeschehen abgegrenztes Handlungsfeld, sondern durchdringt es und schenkt Gemeinschaft. Der Glaube prägt Haltung und äußert sich im Verhalten, ermutigt und befähigt dazu, den anderen zu achten und für wert zu halten.

Die Zusammenarbeit der Kinderkrippe und der Kirchengemeinde geschieht deshalb in einem Wechselseitigen Geben und Nehmen hinsichtlich der gestellten Aufgaben.

Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Treuchtlingen erfüllt im Rahmen ihrer Trägerschaft für die Kinderkrippe folgende Grundbedingungen, bzw. Grundaufgaben:

Der Träger, die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Treuchtlingen, vertreten durch ihren Kirchenvorstand, sorgt für die Erfüllung der Aufgaben in der Kinderkrippe „Weidenkörbchen“ gemäß den rechtlichen Bestimmungen und Richtlinien des KJHG und des Kindergartengesetzes. Er kann die Verwaltung und Organisation der Trägerschaft an seinen beschließenden Kindergartenausschuss übertragen.

  1. Er tritt für gute Zusammenarbeit der Eltern, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der gesamten Einrichtung zum Wohle der Kinder ein.
  2. Er achtet auf einen guten Informationsfluss zwischen allen Beteiligten, die da sind: Der Kirchenvorstand, der Kindergartenausschuss, der Elternbeirat, das Personal und räumt geeignete    Formen der Kommunikation ein (z.B. Leitung spricht vor dem Kirchenvorstand, Leitung ist vertreten im Kindergartenausschuss…).
  3. Er versucht mit den gegebenen Mitteln, die Praxis sowohl in finanzieller, als auch personeller Hinsicht zu sicher. Er beteiligt sich dabei an alle Initiativen, Finanzmittel zu erwirtschaften und    Ressourcen zu schaffen, um die Entwicklung und den Stand der Einrichtung zu sichern.
  4. Er ist offen für Verbesserungsvorschläge und fördert die Weiterentwicklung der Einrichtung.
  5. Er grenzt Verantwortungsbereiche ab, damit effektive Organisationsstrukturen und eine optimale Betriebsführung möglich werden Stellenbeschreibung, Leitungskompetenzen, Haushalt, Elternarbeit, Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, Zusammenarbeit mit Behörden und Fachaufsicht).
  6. Er versucht, den organisatorischen Rahmen der Einrichtung zu sichern, bzw. zu gewährleisten (z.B. Stellenplan, Öffnungszeiten, Instandhaltung, Ausstattung).
  7. Er unterstützt die Umsetzung und Fortschreibung des pädagogischen Konzeptes und des Qualitätshandbuches der Einrichtung, um einen bestmöglichen und zeitgemäßen Standard der Praxis    zu garantieren.
  8. Er unterstützt die Kinderkrippe bei der Öffentlichkeitsarbeit.
  9. Er legt besonderen Wert auf religiöse Einheiten mit den Kindern und kind- und elterngemäße Gottesdienstfeiern.

In Konfliktfällen kann der Elternbeirat den Kindergartenausschuss des Kirchenvorstandes anrufen.
In unserem Weidenkorb treffen sich Kleinstkinder im Alter von 0 bis drei Jahren und werden dort altersangemessen und gezielt gefördert.
Der Tagesablauf ist ritualisiert, sodass den Kindern sehr viel Sicherheit vermittelt werden kann und es ihnen erlaubt ist, sich “zu Hause” zu fühlen.

6. Räumlichkeiten

Die Gruppenbereiche sind speziell auf die Bedürfnisse von Kleinkindern ausgerichtet. Neben den eigentlichen Gruppenräumen steht jeder Gruppe ein kleiner, angrenzender Nebenraum als Schlafzimmer sowie Sanitärräume, eine Gemeinschaftsküche, der Garten und verschiedene Bewegungsangebote zur Verfügung.

Das Spielangebot ist sorgfältig ausgesucht, damit die Kinder viele verschiedene Erfahrungen machen können und bestmöglichst gefördert werden.

7. Gruppen

In unseren zwei Gruppen achten wir auf eine gute Altersmischung. Das Vorbild der größeren Kinder regt die Kleinen zur Nachahmung und zum Mitmachen an, die größeren Kinder wiederum sichern ihr Erlerntes durch Wiederholungen, werden gestärkt durch Bewunderung, ihr Selbstvertrauen wächst im Erleben der eigenen Fähigkeiten. Die Gruppe ist soziales Lernfeld: Das Kind lernt Toleranz und Rücksicht zu üben, es lernt andere zu trösten, sich angemessen zu äußern, und Freundschaften aufzubauen. Die Kindergruppe vermittelt eine Erfahrungswelt, die Erwachsene in dieser Art nicht leisten können. Ganz natürlich erleben die Gruppenmitglieder, dass jedes Kind etwas Besonderes ist.

8. Das Kind - die Persönlichkeit

Es ist uns wichtig die Persönlichkeit Ihres Kindes zu respektieren und sehr behutsam mit ihr umzugehen. Auch kleine Kinder setzen sich bereits aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes einzugehen. Wir unterstützen, die Kinder in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Wir wollen sie auf ihrem Weg zu „starken Kindern“ begleiten. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir in ersten Ansätzen die hierzu notwendigen Basiskompetenzen ausbilden und vermitteln. Dazu zählen zum Beispiel positive Selbstkonzepte auf emotionaler, motorischer und kognitiver Ebene, Problemlösungsfähigkeiten, Wertorientierung, soziale Grundfähigkeiten und das Akzeptieren und Einhalten von Gemeinschaftsregeln, um sich als aktives und gestaltendes Mitglied einer Gruppe zu begreifen.

Unsere pädagogische Haltung ist geprägt von dem Gefühl der Geborgenheit und der emotionalen Sicherheit für die Kleinen. Dies ist die Vorraussetzung für die Bereitschaft Ihres Kindes die verschiedensten Entwicklungsstufen zu durchleben.
Unerlässlich ist beim Umgang mit den kleinen Menschen ein konstantes Handeln der Erwachsenen und klar definierte Grenzen und Erwartungen, damit sich Ihr Kind orientieren kann. Ebenso wichtig ist einfühlendes Beobachten, damit wir die Bedürfnisse Ihres Kindes erkennen können.

Das Kleinkind weiß, was das Beste für es ist.
Lasst uns selbstverständlich darüber wachen, dass es keinen Schaden erleidet.
Aber statt es unsere Wege zu lehren,
lasst uns ihm Freiheit geben, sein eigenes kleines Leben nach seiner eigenen Weise zu leben.
Dann werden wir, wenn wir gut beobachten, vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen.

(Maria Montessori)

9. Eingewöhnungszeit

Der Eintritt des ersten Kindes in die Krippe ist für Eltern und Kinder etwas Neues und Fremdes, das evtl. mit Unsicherheit behaftet ist. Um die Trennungssituation von der Familie positiv zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, ist eine behutsame Eingewöhnung in die Gruppe in Anwesenheit einer Bezugsperson notwendig. Für Kinder in den ersten 3 Lebensjahren sind die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen und müssen dies auch bleiben. Trennungssituationen und –ängste können sich bei Kleinkindern sehr stark einprägen und sie ein Leben lang begleiten. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, dass die Eingewöhnungsphase in einer Einrichtung, in der die Kinder ohne ihre Eltern verbleiben sollen, so einfühlsam und vorsichtig wie möglich gestaltet wird.
Für diesen wichtigen Prozess erhalten die Eltern/bzw. Bezugspersonen Unterstützung durch das Krippenteam und sollten sich mindestens 2 Wochen Zeit einplanen. In den ersten Tagen besucht uns das Krippenkind für ein bis zwei Stunden gemeinsam mit einem Elternteil/Bezugsperson, damit es sich im Beisein eines bekannten Erwachsenen mit den Räumlichkeiten, den päd. Mitarbeitern und der neuen Situation vertraut machen kann. An diesen ersten Tagen sollten keine Trennungsversuche stattfinden.

- Bitte verhalten Sie sich möglichst passiv.

- Bespielen Sie Ihr Kind nicht, aber versuchen Sie auch nicht es wegzuschicken. "Jeder Eroberer braucht sein Basislager"

- Beschäftigen Sie sich nach Möglichkeit nicht mit anderen Kindern, um das Aufkommen von Eifersucht bei Ihrem Kind zu verhindern.

Die gemeinsame Zeit in der Gruppe gibt Ihnen Einblick in unseren Umgang und unsere Arbeit mit den Kindern. Sie lernen uns dadurch kennen und können so das für die Zusammenarbeit nötige Vertrauen aufbauen. Sie können sich an Ort und Stelle davon überzeugen, dass ihr Kind in guten Händen ist.
Hat das Kind eine Beziehung zu den Mitarbeiterinnen aufgebaut und sich mit der Krippensituation angefreundet, verabschiedet sich die Bezugsperson für kurze Zeit und  verlässt den Gruppenraum, bleibt jedoch in Rufnähe.

  • Unerlässlich ist, dass es ein „guter Tag „ ist, dem eine „gute Nacht“ voraus ging – Ihr Kind sollte am Tag der ersten Trennung gut drauf sein.
  • Wichtig ist dabei, dass die Eltern sich von Ihrem Kind verabschieden. Das Kind soll dabei lernen, dass die Eltern jetzt gehen und später wiederkommen.
  • Die Eingewöhnungszeit geht manchmal nicht ohne Tränen vor sich. Dies ist eine natürliche und gesunde Reaktion ihres Kindes auf die neue Situation.
  • Manchmal hilft es auch, wenn die Eltern sich daran erinnern, wie sie sich an ihrem ersten Arbeitstag gefühlt haben. Ihr Kind hat jetzt ähnliche Gefühle.
  • Falls sich Ihr Kind nicht beruhigen lässt, wird der Trennungsversuch von uns abgebrochen und Sie werden umgehend herbeigerufen.
  • Die abgesprochenen Bring- und Abholzeiten müssen genau eingehalten werden.
  • Um das Erlernen "Mama/Papa kommt wieder" besser zu festigen ist es wichtig, nach dem zurückkehren in die Gruppe auch wirklich sofort mit dem Kind nach Hause zu gehen selbst, wenn es gerade in ein Spiel vertieft ist!
  • Denken Sie dran: wenn sich Ihr Kind erstmals vom Elternhaus löst, sich in einer neuen Umgebung zurecht findet und Vertrauen zu anderen Bezugspersonen und zu einer kleinen Gruppe Gleichaltriger  fasst, ist das eine großartige Leistung!

Ein kontinuierlicher Ablauf, erleichtert das Eingewöhnen. Die Pausen zwischen den Krippenbesuchen sollten nicht zu lang sein oder von Urlaub unterbrochen werden.

Es lässt sich nicht im Voraus bestimmen, wie alles abläuft und wie Ihr Kind tatsächlich reagiert. Ausgehend von der aktuellen Situation werden die jeweils nächsten Schritte der Eingewöhnung zusammen mit Ihnen festgelegt und besprochen. Also bitte nicht gleichzeitig mit dem Krippenbeginn eine Berufstätigkeit aufnehmen – sondern am Anfang mit dabei sein und später einige Tage auf „Abruf“ bereitstehen!
Zu beachten ist, dass auch nach einer "erfolgreichen" Eingewöhnung Phasen der Unlust und/oder des Fremdelns bei den Kindern auftreten können.

Hierbei wollen wir auch darauf hinweisen, dass wir die Eingewöhnungszeiten aller neuen Kinder staffeln. Es sollten nicht mehr als zwei Eingewöhnungskinder gleichzeitig am Gruppengeschehen teilnehmen. Aus unserer Erfahrung wissen wir, je weniger Eingewöhnungskinder gleichzeitig im Raum sind, desto schneller geht die Eingewöhnung vor sich.

10. Tagesablauf

Wenn die Kinder ankommen werden sie persönlich begrüßt, die Eltern gemeinsam verabschiedet. Die Zeit bis zum Frühstück dient des „Ankommens“ und des freien Spiels. Das bedeutet, die Kinder spielen, sind einfach da und bedienen sich des vorhandenen Spielangebotes. Wichtig ist, dass sie auch weinen dürfen. Wenn ihnen der Abschied von den Eltern schwer fällt, werden sie vom Fachpersonal in einem sehr kindgerechten Sinn gelassen und "aufgefangen".
Wenn die meisten Kinder angekommen sind, richten wir gemeinsam einen Frühstückstisch und essen zusammen. Das Frühstück beginnt mit dem Händewaschen und einem Gebet, jedes Kind darf für sich entscheiden wieviel es essen möchte und wann es abräumt und wieder zum Spielen geht.

Anschließend fängt die Freispielphase an. Hier haben die Kinder Gelegenheit, für sich, mit anderen Kindern oder mit uns zu spielen. Es ist die Zeit zum Bauen, Entdecken, Klettern, Tanzen, Bilderbücher anschauen, Malen, Experimentieren oder in den Garten zu gehen. Diese Zeit wird situationsbedingt gestaltet. Somit kann jedes Kind spielerisch und individuell, in einer kleinen Gruppe oder alleine, seine Umwelt erobern, sich und andere Kinder entdecken und auf diese Weise immer mehr seine Persönlichkeit entwickeln.

Oft rundet eine kurze Beschäftigung (Kreisspiel, etc.) den Vormittag ab oder wir gehen, je nach Witterung, noch kurz in den Garten. Manche Kinder werden schon bald abgeholt oder halten bereits ein „Mittagsschläfchen“.

Anschließend essen wir gemeinsam mit den Kindern zu Mittag.
Gegen 11.45 Uhr werden alle müden Kinder hingelegt. Sie müssen nicht schlafen, aber die Gelegenheit zum Ausruhen und Erholen ist für alle da, falls sie das möchten.
Der Nachmittag gestaltet sich im Ablauf wie der Vormittag, mit Freispiel, Essenspause, kleiner Beschäftigung und evtl. Spiel im Freien.

11. Planung

Die pädagogische Arbeit orientiert sich an dem situativen Prinzip der offenen Planung. Dabei werden Anregungen, die von den Kindern in die Gruppe eingebracht werden, aufgenommen.
Jahreszeitliche Rhythmen und Feste werden in den Tagesablauf integriert und manchmal gemeinsam mit den Kindergartenkindern gefeiert/erlebt.
Kurze Infos über die Aktivitäten in der Krippe entnehmen Sie bitte dem Aushang an der Pinwand.

12. Pflege und Sauberkeitserziehung

Die Pflegemaßnahmen benötigen bei Kleinkindern viel Zeit. Sie sind wichtig für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Körperpflege, Schlafbedürfnisse und das Einnehmen der Mahlzeiten sind für unsere Kinder von elementarer Bedeutung. Deshalb wird dem Kind die Möglichkeit gegeben seinem eigenen Essens- und Schlafrhythmus zu folgen – aber es gibt auch Zeiten, zu denen alle gemeinsam am Tisch sitzen.

Das Wickeln wird nach „Bedarf“ erledigt und ist eine kleine Auszeit bei der wir uns ganz auf das einzelne Kind konzentrieren. Es kann je nach Entwicklungsstand und Bedürfnis Ihres Kindes im Stehen oder Liegen stattfinden.

Die Sauberkeitserziehung können wir nur begleiten und gemeinsam mit Ihnen zu einem guten Ende bringen. Deshalb arbeiten wir in dieser sensiblen Phase sehr eng mit Ihnen zusammen und beraten sie bestmöglichst und individuell (z.B. Stempel, Buchempfehlung...).
Ein regelmäßiger Austausch über Erfolge und Verzögerungen ist unerlässlich.

Den Beginn des Töpfchen- oder Toilettengehens bestimmt weitgehendst Ihr Kind, erst wenn es selbst Interesse an diesen Vorgängen zeigt und in der Lage ist, den Drang, die Blase oder den Darm zu entleeren selbst zu spüren werden wir es aktiv dabei unterstützen. Alles andere kann sehr leicht zur Überforderung führen und das Gegenteil bewirken. Das bewusste Wahrnehmen der Blasen- und Darmentleerung ist Vorraussetzung, damit das Kind diesen Vorgang willentlich kontrollieren kann. Studien haben gezeigt, dass das Kind den Urin- und Stuhldrang nicht eher spürt, wenn es sehr früh und häufig auf den Topf gesetzt wird. Die Eigeninitiative tritt bei den meisten Kindern zwischen dem 18. und 36. Monat ein. Die wenigsten Kinder sind am Ende des zweiten Lebensjahres sauber und trocken. Die meisten werden im Verlauf des dritten oder vierten Lebensjahres sauber.

Das Sauberwerden wird durch folgende Punkte erleichtert:

  • Den Body gegen zweiteilige Unterwäsche eintauschen.
  • Dem Kind Hosen anziehen, die es selbst öffnen und herunterziehen kann.
  • Für zu Hause die Anschaffung einer WC-Verkleinerung und eines Fußschemels damit das Kind mit den Füßen einen festen Halt findet bzw. eines Töpfchens.
  • Eine größere Menge an Wechselwäsche sollte in unserer Einrichtung bereitgelegt

Nerven behalten, wenn am Abend ein großer Beutel Schmutzwäsche mit nach Hause genommen werden muss.

Unter Sauberkeitserziehung verstehen wir aber nicht nur das Wickeln und die Hinführung zum selbständigen Benutzen der Toilette, sondern auch die Körperpflege, z. B das Anhalten der Kinder zum selbständigen Hände bzw. Gesicht waschen.

Jedem Kind sollte Wechselkleidung und, bei Bedarf, Wickelutensilien (Windeln, Pflegeprodukte) und Bettzeug mitgegeben werden. – Nicht jedes Kind verträgt jedes Produkt (Allergien) und schläft mit jedem Kissen. Ein Liebes- oder Übergangsobjekt (Schnulli, Schmusetier, Lieblingsauto...) darf gerne mitgebracht werden. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Haftung dafür übernehmen können. Bitte alles mit Namen versehen!

13. Elternarbeit

Familie und Kinderkrippe sind gemeinsam für das Wohl der Kinder verantwortlich. Uns geht es darum, gleichberechtigte Beziehungen herzustellen, die eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und uns auf der Basis gegenseitigen Vertrauens ermöglicht.

Durch verschiedene Aufgaben werden Sie in unsere Einrichtung eingebunden.  Bitte sorgen Sie dafür, dass die Wechselwäsche und der Windelvorrat ihres Kindes ausreichend sind (siehe Gruppentürinnenseite). Kontrollieren und wechseln Sie auch von Zeit zu Zeit das Bettzeug Ihres Kindes (evt. übers Wochenende).
Die täglichen Tür- und Angelgespräche ermöglichen sowohl Ihnen als auch uns, individuelle und situationsbedingte Informationen auszutauschen. Dies schafft auf Dauer Sicherheit und Vertrauen im Umgang miteinander. Zu dieser Sicherheit gehören auch fest vereinbarte Entwicklungsgespräche, für die wir uns gerne Zeit nehmen.
Im Jahreslauf bieten wir verschiedene Elternabende oder -veranstaltungen an. Bitte beachten Sie hierzu Aushänge im Eingangsbereich und die schriftlichen Einladungen.
Bei der Planung und Durchführung unserer Feste und Feiern hoffen wir auf Ihre Mithilfe und Teilnahme.
Nach Absprache ist es den Eltern auch jederzeit möglich einen Tag in der Kinderkrippe mit zu erleben (Hospitation).
Im Alter von 1-3 Jahren sind zusätzliche Angebote oder Ausflüge nur mit Unterstützung der Eltern durchführbar.

14. Elternbeirat

Was macht eigentlich der Elternbeirat?
Wir, der Elternbeirat verstehen uns als Bindeglied zwischen Eltern und Erziehern unserer Kinderkrippe.
An uns kann man sich mit allem wenden, ob es sich um Probleme mit dem Erziehungspersonal,  der Leitung oder dem Träger handelt oder auch mit Problemen zwischen den Eltern.
Wir sind für alles und jeden offen.
Wir treffen uns regelmäßig zum Austausch und können dabei Probleme klären oder Veranstaltungen organisieren.
Gerne nehmen wir auch Verbesserungsvorschläge und Ideen aller Art an.
Wir kümmern uns aber nicht nur um die Belange der Kinder und Eltern.
Wir organisieren auch Feste und Basare (z.B. Flohmarkt, Laternenfest usw.)
Das Geld, das dabei erwirtschaftet wird kommt zu 100% der Einrichtung zu Gute, und wird für Investitionen verwandt.
Es werden davon z.B. ein Teil der Weihnachtsgeschenke für  die Krippe gekauft.
Die freiwillige „Arbeit“ im Elternbeirat macht viel Spaß, außerdem erhalten wir noch mehr Einblick in das Geschehen der Krippe als außenstehende Eltern.
Deshalb unser Aufruf:
Bewerbt Euch bitte zahlreich bei der Elternbeiratswahl und gestaltet die Krippe aktiv für Eure Kinder mit !
Der Elternbeirat

15. Pädagogische Zielsetzung und Umsetzung

16. Basiskompetenzen

Basiskompetenzen sind grundlegende Fähigkeiten/ Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die dem Kind helfen sollen, mit anderen Kindern und Erwachsenen in Kontakt zu treten und sich mit sich und seiner Umwelt auseinandersetzen zu können.

17. Definition

Basis: kommt aus dem Griechischen und bedeutet Grundlage
Kompetenz: aus dem Lateinischen und bedeutet Fähigkeit

Die nachfolgenden Basiskompetenzen und ihre Umsetzung in der Bildungs-und Erziehungsarbeit stehen im Fokus unserer Krippenbetreuung.

18. Selbstwahrnehmung

Unter Selbstwahrnehmung versteht man u.a. das Selbstwertgefühl und die positiven Selbstkonzepte ( Wie bewertet ein Kind seine Eigenschaften, seine Fähigkeiten und was weiß es über sich) - eine Voraussetzung für die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens.

Wir setzen die Förderung zur Selbstwahrnehmung wie folgt um:

  • Wir setzen an den Stärken der Kinder an
  • Durch angemessenes Lob werden die Kinder bestärkt
  • Aufgaben werden entwicklungsgemäß gestellt
  • Dem Kind die Möglichkeit geben „Nein“ zu sagen
  • Wir schaffen eine vertrauensvolle und emotionale Bindung
  • Durch aktives Zuhören und Verbalisieren der Gefühle wird das Kind in seiner Persönlichkeit ernst genommen.
  • Der Übergang vom Elternhaus in die Einrichtung wird bewusst vorbereitet und gemeinsam mit den Eltern gestaltet.

Beim Wickeln, Füttern und anderen pflegerischen Tätigkeiten entwickelt sich eine gute Beziehung zwischen Kind und Erzieherin.

19. Motivationale Kompetenz

Das Kind soll sich als Verursacher seiner Handlung sehen Autonomieerleben). Es soll zu der Überzeugung gelangen, dass es schwierige Aufgaben durch eigene Möglichkeiten bewältigen, sich selbst steuern, Neugierde und eigene Interessen entwickeln kann.

Wir setzen die Förderung zur motivationalen Kompetenz wie folgt um:

  • Das Kind wird durch altersangemessene Aufgaben unterstützt, die geringfügig über dem Leistungsvermögen des Kindes liegen.
  • Genaues Beobachten verhindert Über- bzw. Unterforderung
  • Handlungen und Problemlösungsprozesse werden kommentiert, die
  • Kinder durch bewertete Aussagen belohnt.
  • Ermunterung und Unterstützung wird gegeben
  • Zeit und Raum zum selbständigen Tun werden zur Verfügung gestellt.

Materialien werden nach dem individuellen Entwicklungsstand angeboten.

20. Kognitive Kompetenzen

Kinder sollen lernen durch eigenes Tun und eigene Aktivität. Am Besten gelingt dies, wenn alle Sinne des Kindes angesprochen werden. Das Kind setzt sich mit Themen auseinander, vergleicht, schafft Verbindungen, zieht Schlüsse, sammelt Erfahrungen und erweitert so sein Denken und das Gedächtnis.

Wir setzen die Förderung zur kognitiven Kompetenz wie folgt um:

  • Angebote und Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme mit allen Sinnen
  • Experimente mit verschiedenen Elementen aus Natur und Umwelt
  • Altersgemäße Bilderbücher, Reime, Geschichten usw. werden den Kindern angeboten
  • Zur Problemlösung eigene Möglichkeiten finden lassen, es gegebenenfalls unterstützen
  • Aktiv am Geschehen teilnehmen

Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten anbieten

21. Physische Kompetenz

Hierbei unterteilt man die Verantwortung für Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden, und grob –und feinmotorische Kompetenz (siehe auch Bewegungserziehung), sowie die Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung (z.B. Übergangsobjekt).

Wir setzen die Förderung der physischen Kompetenz wie folgt um:

  • Rechtzeitiges Wechseln der Windeln
  • Achten auf entsprechende Kleidung, um Überhitzung und Unterkühlung zu vermeiden
  • Hände waschen, vor dem Frühstück
  • Ausreichendes Lüften der Räume.
  • Auf gesundes Essen und Trinken wird geachtet
  • Ernährungsvorschriften (Allergien) werden mit den Eltern abgesprochen

22. Soziale Kompetenzen

Grundlage dafür ist eine gesunde emotionale Bindung, zuerst zu den Eltern, dann in der Kinderkrippe zum Erzieher und zu den anderen Kindern.

Wir setzen die Förderung der sozialen Kompetenzen wie folgt um:

  • Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Kinder werden wahrgenommen und aufgegriffen
  • Das Kind wird ernst genommen
  • Auf die Körpersprache des Kindes wird sorgsam geachtet
  • Das Einhalten von Regeln wird durch Wiederholen geübt
  • Gesprächsregeln werden durch Kommunikation untereinander geübt (z.T. mit gebärdengestützter Kommunikation)
  • Das Kind wird in Konfliktsituationen ernst genommen, begleitet und unterstützt.

23. Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen

Das Kind erfährt sich als Teil einer Gemeinschaft mit Normen und Werten. Es soll unvoreingenommen auf Andere zugehen

Wir fördern die Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen wie folgt:

  • Es gibt Regeln wie z.B. nicht schlagen, nicht schubsen….
  • Mahlzeiten und Getränke werden am Esstisch eingenommen
  • Alle Kinder werden angeleitet sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen
  • Unser Vorbild vermittelt Wertschätzung und Respekt gegenüber anderen Kulturen

24. Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

Das Kind lernt Verantwortung für das eigene Handeln, gegenüber anderen Menschen, für Natur und Umwelt.

Wir fördern Verantwortungsübernahme unter anderem durch:

  • Gemeinsames Aufräumen der Spielsachen
  • Mithilfe bei häuslichen Arbeiten wie z.B. Tisch decken
  • Verschiedene Naturerfahrungen
  • Hinführung zur Übernahme von altersgemäßen Aufgaben (z.B. die Kinder helfen sich gegenseitig)

25. Fähigkeiten und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Das Kind lernt seine Meinung einzubringen, die Meinung der anderen zu akzeptieren. Durch das Einhalten von Regeln, überdenken von Standpunkten wird das Kind auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet.

Wir fördern die Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe durch:

  • Vorbildfunktion der pädagogischen Mitarbeiter
  • Einbeziehung der Kinder bei Entscheidungen (z.B. was spielen wir heute im Kreis?)
  • Durch unsere Begleitung, Unterstützung, Bestärkung, Achtsamkeit

26. Resilienz

Sie ist die Grundlage für einen kompetenten Umgang mit individuellen, familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen. In jeder Entwicklungsstufe hat der Mensch Aufgaben zu bewältigen, die für seine weiter Entwicklung von großer Bedeutung sind. Diese Aufgaben oder Entwicklungsstufen stellen immer Herausforderungen bzw. Stressfaktoren dar, die auf unterschiedlichste Weise bewältigt werden können. Die Stabilität und Widerstandsfähigkeit eines Menschen steigt mit der Vielzahl der Bewältigungsformen, auf die er zurückgreifen kann.

Wir fördern Resilienz wie folgt:

  • Einfühlsames Eingehen auf Trennungsängste und Krisen während der Eingewöhnungsphase
  • Krisenhafte Situationen werden als Chance zur Bewältigung von Ängsten und Unsicherheiten genutzt
  • Eigenaktivitäten und Eigenverantwortung werden gestärkt
  • Positive Beziehungen werden ermöglicht
  • Kinder werden auf Veränderungen vorbereitet
  • Annehmen der Kinder
  • Wertschätzenden Umgang miteinander
  • Angenehmes Gruppenklima
  • Stressfreier Tagesablauf

27. Lernmethodische Kompetenzen - Lernen wie man lernt

Jedes Kind lernt von Geburt an, weil es aktiv und neugierig ist. Das Kind soll lernen erworbenes Wissen anzuwenden und zu übertragen, eigene Lernprozesse wahrnehmen, zu steuern und zu regulieren.

Wir fördern die Lernkompetenz wie folgt:

  • Das Kind soll sich ganzheitlich entwickeln
  • Es erhält emotionale Zuwendung und Verständnis
  • Es erhält die nötige Zeit und den Raum, um die verschiedenen Dinge in seiner Umgebung wahrzunehmen und zu verstehen
  • Die Kinder werden ermutigt, aber nicht gedrängt
  • Erreichte Lernschritte werden positiv kommentiert

28. Bildung in der Kinderkrippe?

Ja. Wir fördern Ihr Kind nach den im bayrischen Bildungs- und Erziehungsplan beschrieben Grundlagen. Im Folgenden möchten wir Ihnen diese Bildungsbereiche mit unseren Zielen und deren Umsetzung vorstellen.

29. Mathematische Bildung und Förderung

Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?

Mathematisches Talent kann sich dann am Besten entfalten wenn Kinder frühzeitig Gelegenheit erhalten, mathematische Lebenserfahrungen Größe, Gewicht, Zeit, Raum, Menge, räumliche Wahrnehmung, Rhythmus, Ordnen, Formen) mit allen Sinnen zu begreifen und zu erproben. Alltagssituationen werden von uns genutzt um den Kindern mathematische Erfahrungen bewusst zu machen.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Indem Ihr Kind im Ballbecken oder in Naturmaterialien „baden“ darf.
  • Wahrnehmen der Raum-Lage-Position des Kinders z.B. „oben sein“, etwas „hinauftragen“, runter springen, rein klettern
  • Kennenlernen einfacher geometrischer Formen wie z.B. rund, eckig, kreisförmig, rechteckig, quadratisch, dreieckig etc. .
  • Ordnen und sortieren z.B. beim Aufräumen
  • Zeit wahrnehmen z.B. „Zuerst essen wir, dann schläfst du und dann kommt dein Papa und holt dich ab.“
  • Umgang mit Begriffen wie z.B. größer und kleiner
  • Verse, Reime, Fingerspiele mit entsprechenden Texten
  • 1-zu-1-Zuordnung: z.B. „Jeder bekommt ein Gummibärchen.“

30. Naturwissenschaftliche und technische Bildung

Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?

  • Kinder wollen wissen wie etwas schmeckt, wie es sich anfühlt, wie es funktioniert und ob es immer so funktioniert. Ihr Forschungsinteresse gilt z.B. dem Wasser, der Falllinie, dem Lichtschalter, etc.
  • Die Kinder machen dabei Fortschritte in ihrer Entwicklung. Ihre Beobachtungsfähigkeit wird differenzierter und genauer, hier wollen wir sie unterstützen.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir dieses um:

  • Durch Experimente erleben und erfahren die Kinder naturwissenschaftliche Vorgänge. „Wasser ist flüssig“, „Schnee schmilzt“
  • Mit Ihrem Kind Saatkörner einsäen, um das Wachstum der Pflanzen bewusst zu erleben.
  • Das Wetter beobachten.
  • Eigenschaften unterschiedlicher Stoffe kennenlernen z.B. fest – flüssig, heiß – kalt
  • Vorgänge in der Umwelt beobachten z.B. „es schneit“, „hell und dunkel“, „Kugeln rollen nach unten“, etc.
  • Naturmaterialien sammeln und begreifen
  • Verschiedene Geschmacksrichtungen kennen lernen
  • Unterschiedliche Oberflächen und Materialien erforschen
  • Einfache technische Versuche z.B. Licht an und ausmachen, Bilder am Laptop weiterschalten
  • Sinnliche Erfahrungen: planschen, schütten, kneten, pusten, riechen, etc

31. Ethische und religiöse Bildung

warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?

  • Grundlagen des christlichen Glaubens vermitteln
  • Werte und Normen vermitteln
  • Lernen mit Krisen, Brüchen und Übergängen im Leben gut mit Hilfe der Religion zu Recht zu kommen.
  • Kinder bei ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung helfen.
  • Ihr Kind in seinem Selbstwertgefühl und seiner Selbstbestimmung zu unterstützen.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Die Kinder erleben und staunen vor der Schöpfung
  • Wir sind alle Menschen und machen auch mal Fehler àKultur des Verzeihens
  • Einfache biblische Erzählungen und Rituale. Inhalte kennenlernen z.B. „Der gute Hirte“, Beten vor dem Essen, christliche Feste bewusst erleben
  • Mitverantwortung für unseren Krippenalltag tragen z.B. „Aufräumen“
  • Konflikte aushalten und austragen lernen, bereit sein Lösungen zu finden
  • Auf gewaltsame Auseinandersetzungen zugunsten eines verbalen oder gestikulierenden Aushandelns verzichten
  • Mit Misserfolgen umzugehen und es erneut zu versuchen
  • Jeder Mensch ist etwas Besonderes, wir begegnen ihm mit Achtung und Toleranz
  • Die Unterschiede der einzelnen Menschen kennen zu lernen, und einander zu helfen
  • Den eigenen Willen entdecken und Teile des Lebens selbst zu bestimmen

32. Umweltbildung und Erziehung

Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?

Umweltbildung findet täglich durch Naturbegegnungen, Erlebnissen mit Tieren und Pflanzen und dem Umgang mit Naturmaterial statt. Die Kinder erhalten die Möglichkeit Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Tiere und Pflanzen kennen lernen
  • Die Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen
  • Naturmaterialien kennenlernen (Erde, Sand, Steine, Blumen, Blätter, etc.)
  • Emotionaler Zugang zur Umwelt
  • Freude und Entspannung (Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, barfuß durchs Gras laufen, etc.)
  • Den Kindern Zeit und Raum geben, eigene Erfahrungen zu machen z.B. falle ich in den Schneematsch, werde ich nass.

33. Musikalische Bildung und Erziehung

Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?

  • Schon im Mutterleib hören Babies Töne, sie leben in dem ersten Monaten überwiegend in einer Klangwelt und nehmen akustische Reize viel stärker wahr als optische
  • Musik kann zur Entspannung, Aufmunterung, Lebensfreude und emotionalen Stärke und damit zur Ausgeglichenheit beitragen.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Ihr Kind soll Freude an der Musik und am Singen finden.
  • Die Kinder lernen ihren eigenen Körper als Instrument kennen.
  • Über Bewegung erleben und spüren die Kinder Takt und Rhythmus.
  • Die Kinder sammeln Erfahrungen mit einfachen Instrumenten.
  • Durch das Singen von Liedern (auch Schlafliedern), durch rhythmisieren und „Kniereitern“.
  • Durch das Angebot von Bewegungsspielen und Tänzen
  • Unterschiedliche Materialien und Instrumente, die eine Differenzierung von Klängen ermöglicht z.B.„Trommeln auf dem Tisch oder Boden“.
  • Akustische Signale, die die Kinder zum Aufräumen oder zum Schlafen anregen
  • Bewusster Einsatz von CDs

34. Bewegungserziehung

Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?

  • Im Krippenalter ist Bewegung unverzichtbar, um der natürlichen Bewegungsfreude des Kindes Raum zu geben, das Wohlbefinden und die motorischen Fähigkeiten zu üben, sowie eine gesunde Entwicklung anzuregen.
  • Die Bewegungsbedürfnisse Ihres Kindes einzuschränken bedeutet die Entwicklung des Kindes empfindlich zu stören. Haltungsschäden, Entwicklungsverzögerung, Organleistungsschwäche, Koordination, Kondition, weniger Ausdauer, Aggressionsabbau, etc.)

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Die Kinder erkennen ihre eigenen körperlichen Grenzen und erweitern diese durch üben (z.B. Treppen steigen, Bobbycar fahren, Spaziergänge)
  • Wir fördern die Fein- und Grobmotorik der Kinder. (Schneiden, Puzzeln, Springen, Rennen)
  • Die motorischen und koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten regen wir an. Die Kinder erproben und verfeinern dies dadurch. (z.B. Klettern, Werfen und Fangen von Bällen)
  • Eine offene Raumgestaltung mit unterschiedlichen Ebenen und Freiräumen.
  • Das Angebot von verschiedenen Fahrzeugen oder anderen Fortbewegungsmitteln (z.B. Rody-Pferde etc.)
  • Freies Bewegen im Außenbereich.
  • In dem wir mit Ihnen Absprachen über bequeme Kleidung ohne Bänder oder Kordeln treffen – dies ermöglicht Ihrem Kind sich frei zu bewegen.

35. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

Warum sind uns diese Bildungsziele wichtig?

  • Zu Beginn der bildnerischen Ausdrucksentwicklung stehen die Urformen des Kritzelns, später lernt das Kind noch andere Gestaltungsformen (bis hin zum Schreiben)
  • Neugier, Lust und Freude am eigenen schöpferischen Tun sind Motor der kindlichen Persönlichkeitsentwicklung – wir ermöglichen diese Erfahrungen den Kindern.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Die Kinder lernen unterschiedliche Gestaltungsmaterialien kennen (flüssige Farbe, Wasserfarbe, Knete, Papier, Pappe, Sand, etc.)
  • Die Arbeiten der Kinder werden wertgeschätzt und anerkannt (es geht uns nicht um das Herstellen von Produkten)
  • Die Schaffung von Zeit und Raum für Experimente mit unterschiedlichen Farben, Stiften, Kleister, Ton, Knete und Papieren.
  • Die Gestaltung des Flurs oder Gruppenraumes mit Kinderarbeiten.
  • Die Gestaltung der eigenen Malmappe Ihres Kindes und sammeln der Kinderarbeiten in dieser.
  • Die Bereitstellung guter und hochwertiger Materialien
  • Zusammenarbeit mit den Eltern in der Anerkennung der Werke.
  • Grundverständnis von Farben und Formen erwerben.

36. Gesundheitserziehung

Warum ist uns dieser Bildungsbereich wichtig?

  • Gesundheitsförderung beginnt ab der Geburt.

Grundlegende Einstellungen und Gewohnheiten für gesundes bzw. ungesundes Verhalten entwickelt sich bereits in den ersten Lebensjahren, besonders den ersten drei – sie bleiben oft lebenslang erhalten und aktiv z.B. Gesundheitsprobleme wie Übergewicht, Sucht oder geringe Stressresistenz.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • In Kooperation mit den Eltern bieten wir den Kindern eine gesunde Ernährung an.
  • Die eigene Körperwahrnehmung der Kinder wird gestärkt z.B. Massagen, verschiedene Untergründe zum drüber krabbeln, Sandsäckchen, Kissen, Decken.
  • Ständig zugängliche Getränke (überwiegend ungesüßter Tee und Wasser)
  • Die Mithilfe Ihres Kindes bei der Zubereitung von Speisen (z.B. Waffeln backen, Grießbrei kochen, Fläschchen zubereiten).
  • Eine individuelle Schlafenszeit und einen eigenen Schlafplatz
  • Unterstützung bei der Körperpflege wie Hände waschen, Windelwechsel, Toilettenbenutzung aus eigenem Antrieb.
  • Säuglinge und Kleinkinder reagieren auf Stresssituationen durch das Aufsuchen einer Bezugsperson oder eines Beruhigungsobjektes (z.B. Schmusetier). Wir versuchen beides bereitzuhalten bzw. durch die lange Eingewöhnung Ihrem Kind die Kontaktaufnahme zu verschiedene Bezugspersonen zu ermöglichen.
  • Kennenlernen des eigenen Körpers, Körperteile benennen
  • Jeder darf solange Essen, wie er möchte

37. Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?

  • Babies kommen bereits mit emotionalen und sozialen Kompetenzen auf die Welt. Diese sind Voraussetzungen, dass es sich in unserer sozialen Gemeinschaft einfinden kann.
  • Kleinstkinder benötigen konstante Beziehungen zu verschiedenen Personen (Erwachsene und Kinder) um sich sozial und emotional entwickeln zu können. So werden sie selbstständiger, leistungsfähiger, offener, lernen sich Hilfe zu holen und Probleme zu lösen, entwickeln ein hohes Selbstwertgefühl und ein positives Selbstbild.
  • Von Geburt an sind Kinder herausgefordert zu lernen, wie sie ihre Gefühle, ihr Temperament steuern und auf die Emotionen anderer reagieren
  • Konflikte gehören zum Alltag. Kinder können einige davon alleine lösen, bei manchen benötigen sie Hilfe.

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  •  Ihr Kind sollte seine eigene Gefühlswelt kennenlernen und ein emotionales Verständnis von sich selbst entwickeln z.B. „Mein Freund ist traurig und weint, ich bring ihm ein Taschentuch und seinen Lieblingsteddy“)
  • Wir nehmen Rücksicht aufeinander (z.B. Wir warten an der Treppe auf die Anderen ; wir halten uns an einfache Regeln und Strukturen)
  • Wir lernen uns in einer Gruppe von Menschen (Erwachsene und Kinder) zurecht zu finden, verschiedene Beziehungen aufzubauen, Konflikte auszutragen, Freunde zu finden
  • Das Kind lernt, Wünsche und Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen, zuerst nonverbal später verbal z.B. „Kann ich bitte Wasser haben?“

38. Sprache und Literacy

Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?

  • Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung für das Leben in einer Gemeinschaft und für schulischen und beruflichen Erfolg
  • Kinder versuchen von Anfang an mit ihrer Umwelt zu kommunizieren – zuerst mit Gestik, Mimik und Lauten – später mit Worten und Sätzen.
  • Einige Kinder unserer Einrichtung wachsen zu Hause mit verschiedenen Muttersprachen auf. Wir sprechen in der Krippe Deutsch und ermutigen die Eltern ihre jeweilige Landessprache mit den Kindern zu nutzen. So versuchen wir Wortverwechselungen und dem Dysgrammatismus vorzubeugen

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Kinder lernen sprechen, durch die intensive Kommunikation mit einer Bezugsperson. Wir versuchen den Kindern dieses Umfeld zu ermöglichen und Freude am Dialog zu vermitteln.
  • Kinder lernen zuzuhören, dies benötigen sie im späteren Leben (Kindergarten, Schule, etc.)
  • Durch Spiele, Reime, Gedichte, Kniereiter, Fingerspielen, Lieder, Bilderbüchern, Verse und das tägliche Gespräch lernt Ihr Kind sich zuerst über Mimik und Gestik später mit Worten und Sätzen zu verständigen.
  • Erster Zugang zu Literatur wird ermöglicht.
  • Eine sprachliche Begleitung alltäglicher Situationen wie z.B. Wickeln.

39. Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Warum sind uns diese Bildungsbereiche wichtig?

  • In unserer Gesellschaft sind Medien unabdingbare Faktoren des öffentlichen, politischen, kulturellen, wirtschaftlichen, privaten, schulischen und beruflichen Lebens.
  • Sie sind Bestandteil unserer Lebensführung.
  • Medien beinhalten Chancen und Risiken

In unserem pädagogischen Alltag setzen wir diese Ziele um:

  • Medien im Alltag entdecken und bewusst in der Krippe einsetzen:
    • Auditiv: Musik- CDs
    • Visuell: Fotos, Bilderbetrachtungen (teilweise auf dem Laptop), Bilderbücher
    • Haushalt: Geschirrspüler, Mikrowelle, Kühlschrank, Telefon, Lampen
    • Büro: Kopierer, Drucker, Digitalkamera
  • Familien bei Medienerziehung unterstützen / beraten

„Wenn Du ein Kind siehst,
hast Du GOTT auf frischer Tat ertappt!“

40. Offene Arbeit

Wir arbeiten altersübergreifend und als offenes Haus zwischen den Gruppen. So können Freundschaften entstehen, Geschwisterkinder können sich gegenseitig besuchen und es ergeben sich Vorbilder und Patenschaften, bei denen beide Kinder profitieren: die Kleinen lernen von den Großen (z.B. Sprache, Toilettengang) und die Großen von den Kleinen Rücksichtnahme, Sozialverhalten, Selbstvertrauen).

41. Übergang Krippe - Kindergarten

Wenn die Krippenkinder langsam größer werden und der Flohkiste entwachsen, ermöglichen wir den Kindern einen sanften, nahtlosen Übergang in den Kindergarten „Unter dem Regenbogen“.
Die zukünftigen Kindergartenkinder werden langsam mit dem jeweiligen Gruppenpersonal vertraut gemacht, dürfen die neue Gruppe schon mal besuchen und werden von einem „Paten“ (Kindergartenkind) dort begleitet. Den Abschluss der Krippenzeit bildet eine kleine Abschiedsfeier.

42. Ernährung

Bei uns gibt es für die Kinder warmes Mittagessen, welches von Ihnen bestellt werden kann (Kosten 1,90 €). Oder wir erwärmen bei Bedarf mitgebrachtes Essen der Kinder. Grundsätzlich sollte das Essen altersgerecht zerkleinert sein

Getränke stellen wir in Form von ungesüßtem Tee, Mineralwasser, Milch und Kakao zur Verfügung. Dienstags gibt’s Müsli. Wir bitten die Eltern, den Kindern keine Süßigkeiten zur Brotzeit mitzugeben. 

43. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

  • Eine jährlich stattfindende Elternbefragung z.B. zur pädagogischen Arbeit, Raumsituation, Essen, Betreuungssituation, Personal usw. gibt Aufschluss
    darüber, wie zufrieden die Eltern und die Kinder mit der Einrichtung sind. Hieraus gewonnene Erkenntnisse können umgesetzt werden.
  • Entwicklungsgespräche mit den Eltern
  • Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung und des Verhaltens jeden einzelnen Kindes.
  • Übergabepinnwand für die pädagogischen Fachkräfte und die Eltern
  • Foto-CDs auf denen der Gruppenalltag dokumentiert wird, diese können die Eltern erhalten.
  • Aushang von Rückblicksplänen

Im Besonderen sorgt der Träger für eine zeitgemäße und gute Personalsituation, bzw. Teamentwicklung

Soweit nicht in Zukunft anderes vorgesehen wird, beschließt der Träger Dienstverhältnisse nach TVL in Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und der Verwaltungsstelle:

  • Er legt besonderen Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter/innen und Führungskräfte.
  • Er garantiert eine genügende Fort- und Weiterbildung (mindestens pro Fachkraft 5 Arbeitstage pro Jahr).
  • Er befürwortet bei Notwendigkeit auf Antrag, Supervision, bzw. Kompakttraining.
  • Er versucht eine gute und nachvollziehbare Überstundenregelung zu treffen (siehe Handbuch).
  • Er beschließt zwei „Putztage“ in der Einrichtung pro Jahr. (Die Einrichtung bleibt geschlossen!)
  • Er beschließt einen Tag zur Arbeit an der Konzeption und einen Planungstag pro Jahr, um die Qualität zu entwickeln und zu kontrollieren. (Die Einrichtung bleibt geschlossen!)
  • Er gewährt einen Tag Sonderurlaub für Mitarbeiter/innen, die länger als ein Jahr im Kindergarten arbeiten, als Ersatz für Kirchweihtag, Geburtstag und Hausfrauentag.
  • Er gewährt Sonderzuwenderung (siehe BAT).
  • Er stützt besonders die Leitung (regelmäßige Dienstbesprechungen…).
  • Ein(e) Vertreter(in) kann regelmäßig an den Elternbeiratssitzungen teilnehmen.
  • Ein(e) Vertreter(in) kann 3- 4mal im Jahr an den Teambesprechungen teilnehmen.
  • Er nimmt in allen Fällen seine Fürsorgepflicht wahr.

44. Teamarbeit

„Hakt`s im Team – leiden die Kinder“
(Brigitte Stangenberg)

Um Kinder in ihrer Entwicklung und Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe kompetent unterstützen zu können, kommt es auf die Persönlichkeit und die Qualifikation des Fachpersonals an.
Wir wollen eine vertrauensvolle und auch unterstützende Arbeit innerhalb des Teams verwirklichen. In der täglichen Zusammenarbeit und den regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen wird großer Wert auf den gemeinsamen Erfahrungs- und Informationsaustausch gelegt. Jeder darf seine Meinung äußern und wird gehört.  Probleme innerhalb der Kindergruppe oder des Teams werden angesprochen und einer Lösung zugeführt.  Wichtige Entscheidungen und pädagogische Belange werden im Team geplant, besprochen und reflektiert. Die Basis einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit sind außerdem Offenheit und gegenseitige Anerkennung.

Dadurch können die unterschiedlichen Teammitglieder miteinander wachsen, so dass für die Kinder eine harmonische, anspruchsvolle Erziehungsarbeit entsteht. Dies ist ein intensiver Prozess, der von jedem fordert, immer wieder sein eigenes Denken und Handeln zu reflektieren. Hier wünschen wir uns eine Stimmung, die auch mal eine kritische Auseinandersetzung erlaubt, in der es möglich ist, Grenzen zu erkennen, Hilfe zu geben und anzunehmen, die kreative Lösungsmöglichkeiten zulässt, Schwächen annimmt und Stärken nutzt.

Besprechungen über Termine, Aktivitäten und Regeln, die den Gruppenalltag betreffen, ein intensiver Austausch über die Beobachtung des einzelnen Kindes, sowie der Kindergruppe insgesamt, und das  Vor- und Nachbereiten von Elterngesprächen gehören ebenfalls dazu.

Außerdem bieten wir wechselnden Praktikantinnen die Gelegenheit bei uns mitzuarbeiten und die Erfahrungen für ihre Ausbildung zu nutzen. Die jeweils aktuellen „Steckbriefe“ hängen im Gruppenbereich aus. Manchmal werden wir auch als Hospitationseinrichtung angefragt, diesem Wunsch kommen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne nach.

Zum Team im weiteren Sinn zählen wir aber auch Träger, Elternbeirat sowie Hausmeister, Reinigungskräfte oder Mitarbeiter von Fachdiensten. Auch diesen erweiterten Personenkreis möchten wir miteinbeziehen und regelmäßigen Kontakt pflegen.

Haltungen/Aufgaben des Teams während der Arbeit am Kind:

  1. Erkennen der Bedürfnisse des Kindes, diese verstehen, und beantworten.
  2. Gewissenhaft zu beobachten und diese Beobachtungen mit entwicklungspsychologischen Erkenntnissen in Bezug zu setzen und entsprechend in den Alltag mit einzubeziehen.
  3. Wissen, was Kindern in den verschiedenen Entwicklungsphasen zugetraut und zugemutet werden kann.
  4. Ihrem Kind Hilfestellung bei Kontaktaufnahme und Konfliktbewältigung geben
  5. Immer wieder eine anregende Umgebung für Ihr Kind zu bereiten, sodass es in seinem Bewegungs- und Forschungsdrang und damit in seiner Entwicklung unterstützt wird.
  6. Trost bei Niederlage oder Ungerechtigkeit spenden.
  7. Erkennen und Respektieren von Vorlieben oder Ablehnungen ist für uns selbstverständlich und entspricht dem wertschätzenden Umgang.
  8. Unterstützung/Beratung/Austausch mit den Eltern im Tür- und Angelgespräch.

    9.  Für neue Ideen und Anregungen, auch seitens der Eltern, sind wir stets offen.

Im Weidenkörbchen sind Kinder zu Hause,
wenn Sie nicht zu Hause sind

Tätigkeiten des Teams außerhalb der Gruppenzeit

  1. Pflegerische und hauswirtschaftliche Arbeiten
  2. Vorbereitung, Planung und Reflexion der Arbeit
  3. Elterngespräche, Elternabende und Elternbeiratssitzungen
  4. Teamgespräche wöchentlich
  5. Gemeinsame Feste und Ausflüge mit Eltern und Kindern
  6. Praktikantenanleitung
  7. Nach einer Fortbildungsveranstaltung werden alle Teammitglieder über die Inhalte informiert. Gleichzeitig wird bei Bedarf, ein Konzept entwickelt, wie dieses Wissen in den Gruppenalltag eingebaut werden kann.

Ausbildung, Fortbildungen/Zusatzausbildungen

Das Fachpersonal ist durch mehrjährige Ausbildung an Fachakademien und Fachschulen auf die Bildungs –und Erziehungsarbeit vorbereitet worden. Ab September wird das gesamte Personal an einer Weiterbildung mit Qualifikation zur Arbeit mit Kindern unter drei Jahren teilnehmen.

Krippenleitung:

  1. Management und Leitung von Kindertageseinrichtungen
  2. Qualifizierungskampagne für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen mit Kindern unter 3 Jahren
  3. Fachpädagogin für Kinder unter drei Jahren

Durch regelmäßige Fallbesprechungen, Einzel-, Gruppen- und Teamgespräche, Supervision, Beratungen, Einzel- und Teamfortbildungen sowie die Lektüre von Fachliteratur sichern wir die hohe Qualität unserer Arbeit.

45. Aufnahmekriterien

Aufgenommen werden Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren. Nach Möglichkeit können auch Kinder mit Behinderung integrativ betreut werden.
Die Kinder werden nach der Reihenfolge der Anmeldung aufgenommen. Abweichungen ergeben sich bei:

  1. Aufnahmewunsch
  2. Kindern in sozialer Notlage (Scheidung, Todesfall, Fremdsprachigkeit)
  3. Zuzug
  4. Alleinerziehende, die berufstätig sind, außer sie leben in einer eheähnlichen Gemeinschaft
  5. Geschwisterkind besucht bereits die Einrichtung
  6. Alter

Stellt es sich heraus, dass ein Kind mit dem Besuch der Flohkiste überfordert ist, so kann es zurückgestellt werden (2 Monate Probezeit; wird bei Bedarf verlängert).

Grundsätzlich entscheidet die Leitung über die Aufnahme und Gruppeneinteilung der Kinder.
Kriterien dabei sind:

  1. Gruppenstärke

    2.   Gruppenstruktur (Alter, Geschlecht, Sprache)

46. Anmeldeverfahren:

Die Anmeldung erfolgt schriftlich durch die Erziehungsberechtigten. Bitte rufen Sie vorher an und vereinbaren Sie einen Termin (Tel. 09142/2049196). Das zukünftige Krippenkind darf natürlich gerne mitkommen. Bei freien Kapazitäten kann eine Aufnahme zum nächsten Monat erfolgen. Gibt es keine freien Plätze, werden alle wichtigen Daten in der Vormerkung erfasst. Die Aufnahme kann in diesem Fall erst dann erfolgen, wenn es wieder freie Plätze gibt. Ist Ihr Kind der Krippe „entwachsen“, ermöglichen wir einen fließenden Übergang in eine Kindergartengruppe in den Kindergarten "Unter dem Regenbogen", dabei ist eine erneute Anmeldung erforderlich.

47. Schließzeiten:

Die Ferien- und Schließzeiten werden mit dem Träger und dem Elternbeirat abgesprochen und so früh wie möglich bekannt gegeben – im Regelfall schließt die Einrichtung cirka 25 Werktage im Jahr (meist 2 Wochen im August und 2 Wochen im Dezember).

48. Krankheits- und Fehlzeiten:

Die Kinder sollten uns regelmäßig besuchen. Falls ein Kind nicht kommen kann, teilen Sie uns dies bitte kurz mit. Ansteckende Krankheiten müssen sofort bekannt gegeben werden. Kranke und krankheitsverdächtige Kinder dürfen die Kinderkrippe im Interesse der gesunden Kinder nicht besuchen.

„Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf das er sich ein Opfer fasse…“

(Christian Morgenstern)

49. Öffentlichkeitsarbeit

Die Vernetzung und Öffnung zum Gemeinwesen ist ein wesentlicher Teil unseres Konzeptes.

Wir halten ständigen Kontakt zu folgenden Einrichtungen, Institutionen und Personen

  1. Kindergarten „Am Burgstall“ und dem Kindergarten „Unter dem Regenbogen“ (beide in gleicher Trägerschaft)
  2. öffentlichen Ämtern, wie z.B. Jugendamt, Gesundheitsamt und Landratsamt.
  3. Kontakt zum Fachpersonal anderer Krippen (Dieses Netzwerk dient dem Informationsaustausch sowie der gegenseitigen Unterstützung und Hilfestellung
  4. Kinderärzten
  5. Frühförderstelle
  6. Fachberatung
  7. Stadt Treuchtlingen und dem Städtischen Kindergarten
  8. Fachakademien und Kinderpflegeschulen
  9. Tagesmüttern

Durch Spaziergänge in der näheren Umgebung und Besuche im Lebensmittelladen lernen die Kinder allmählich das Krippenumfeld kennen.
Unsere Kinderkrippe funktioniert nur optimal wenn alle konstruktiv zusammen arbeiten und jeder einen Blick auf das Ganze hat. In diesem Sinne freuen wir uns auf eine fruchtbare und lebendige, gemeinsame Zeit in der Flohkiste.